Trauerente
Melanitta nigra
Familie:
Entenvögel
regelmäßiger Wintergast
Merkmale
Körperlänge 48 cm. Erpel im Prachtkleid einfarbig schwarz, mit markantem Schnabelfleck und Schnabelhöcker. Das Schlichtkleid des Erpels und das Weibchenkleid sind dunkelbraun mit hellen Kopf- und Halsseiten. Sie ähneln damit etwas dem Weibchenkleid der Kolbenente, sind aber viel dunkler. Die Flügel sind stets einfarbig dunkel. Die Trauerente hält beim Schwimmen oft den Schnabel leicht aufwärts gerichtet und stellt gelegentlich den Schwanz steil auf. Ihr Flug ist stark rauschend. Die Vögel ziehen meist in langen schrägen Reihen 2 bis 10 Meter über dem Wasser. Dabei fliegt die ganze Reihe in flachen Bogen auf- und abwärts wie über unsichtbare Hindernisse. Sehr gesellig, aber nur gegenüber Artgenossen. Die Vögel einer Gruppe tauchen zusammen unter und auch zusammen wieder auf. Der Balzruf ist ab September zu hören und klingt flötend "düit".

Lebensraum
Trauerenten halten sich stets weit draußen vor der Brandungszone auf dem Meer auf, meist in 1 bis 6 km Abstand von der Küste, so dass man die Vogelscharen vom Land aus nur mit einem Glas und wegen der Erdkrümmung nur von einem erhöhten Punkt aus erkennt. Sie betreten außerhalb der Brutzeit nie das Land. Trauerenten geraten häufig in treibende Ölfelder. Später werden ihre verölten Kadaver an die Strände gespült.
Trauerenten sind Brutvögel des Nordens, die in diesem Jahrhundert weite Teile Finnlands geräumt haben. Sie brüten aber noch stellenweise auf den Britischen Inseln und häufig auf Island um den Myvatn-See. Die Vogelheere überwintern auf der westlichen Ostsee, der Nordsee und an den Westküsten Europas.

Fortpflanzung
Nester ab Anfang Juni unter dichtem Gebüsch an Seen und trägen Flüssen.

Nahrung
Hauptsächlich Muscheln und Schnecken.

©2000-2009 by Otto and Mechtild Reuber
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