Merkmale
Oberseite aschgrau, Unterseite im Norden weißlich, nach Süden und Westen zunehmend rostfarben.
Die Männchen sind auf der Brust leuchtend gefärbt. Die Jungvögel wirken matt. Länge
14 cm.
Lebensraum
Laub- und Mischwälder mit altem Baumbestand und gut entwickeltem Unterholz, im Norden auch in reinen Nadelwäldern, in Parkanlagen und Gärten.
Fortpflanzung
An sonnigen Tagen im Februar vernimmt man bereits den lauten, langgezogenen, mehrfach wiederholten Flötenton der Männchen. Brütet im Süden schon im März,
im Norden im April. Wenn der Eingang der Bruthöhle zu weit ist, wird er mit einer Mischung aus Lehm und Speichel bis auf die Körpermaße der Vögel, etwa 35 mm, verkleinert.
Der Kleiber mauert sogar Schwarzspechthöhlen und Nistkästen zu, die für Hohltauben bestimmt waren. Manchmal verbaut er ein halbes Pfund des nach dem Trocknen sehr harten Mörtels. Alte Nisthöhlen
werden ausgeräumt. Das Nest ist eine Mulde aus lockeren Rindenteilchen, meist von Kiefer und Birke, in denen die 6 bis 8 Eier manchmal versinken.
Brutdauer 14 bis 15 Tage, Nestlingsdauer 22 bis 25 Tage. Beim Ausfliegen sind die jungen Kleiber schon sichere Flieger.
Sie bleiben also möglichst lange im Schutz der sicheren Höhle, aus deren Nähe die Kleiber zudem mit Drohgesten und notfalls Rammstößen alle anderen Vögel vertreiben.
Nahrung
Der Kleiber sucht seine Nahrung in Rindenritzen und reißt lose Rindenteile ab. Beim Klettern setzt er die Füße nicht neben- sondern übereinander.
Er kann sowohl aufwärts als auch abwärts klettern. Hauptnahrung Kerbtiere. Winters auch Sämereien.