Merkmale
Ähnlich dem Fichtenkreuzschnabel, aber mit noch stärkerem überkreuztem Schnabel zum Öffnen der Kiefernzapfen.
Lebensraum
Lebt in Kiefernwäldern des westlichen Nordens der Alten Welt.
Fortpflanzung
Gewöhnlich brütet der Kiefernkreuzschnabel früh im Jahr, von Januar bis April, ehe die Samen aus den Zapfen fallen.
Dann sind die Tage kurz und kalt, und der Boden ist mit Schnee bedeckt. Freilich können dio Vögel nicht alle Jungen
unter solchen strengen Bedingungen aufziehen; sie nisten auch in anderen Monaten des Jahres, wann immer gerade rechlich Nahrung vorhanden ist.
Während der 14- bis 16tägigen Brutzeit füttert das Männchen sein Weibchen auf den Eiern. Die Jungen verlassen mit 14 Tagen das Nest,
aber sie werden noch so lange gefüttert, bis ihr Schnabel hart genug ist, um die Kiefernzapfen aufbrechen zu können.
Nahrung
Fast ausschließlich Samen der Kiefern; gelegentlich allerdings nimmt er auch die Zapfen anderer Arten.
Allgemeines
Die Kreuzschnäbel sind auch für ihre Wanderzüge berühmt geworden. Alle paar Jahre treten sie in ungeheurer Zahl außerhalb
ihrer gewohnten Lebensbereiche auf. Diese Einwanderungen sollen durch Überbevölkerung oder durch Nahrungsmangel am Brutplatz verursacht werden.
Manchmal erregen solche Züge wegen der Massen von Vögeln, die sich in ihnen zusammenfinden, allgemeine Aufmerksamkeit.
Schon im Jahre 1251 berichtete der englische Chronist Matthew Paris über diese seltsamen Vögel, die in großer Menge sein Heimatland
regelrecht "überschwemmt haben".