Merkmale
Männchen im Brutkleid unverwechselbar mit der schwarzen Kappe, dem kastanienbraunen Rücken und der gelben Unterseite. Das Weibchen ist unauffällig gefärbt.
Der Schnabel ist wie bei allen Altweltammern an den Schneiden etwas einwärts gebogen, so dass der Oberschnabel ein wenig in den Unterschnabel greift.
Der Gaumen hat einen Hornhöcker, der beim Entspelzen und Knacken von Samen hilft.
Lebensraum
Offene Ebenen und Hügelland mit dichtem Graswuchs und eingestreuten Büschen und Bäumen. Seltener auch in
trockenen Getreidefeldern und Obstgärten. Verbreitungsgebiet von Südostitalien bis zum Unterlauf der Wolga. Vermischung mit der Braunkopfammer kommt im Grenzgebiet vor.
Fortpflanzung
Die Kappenammern kommen erst Ende April oder Anfang Mai aus ihrem Überwinterungsgebiet in Nordindien zurück. Dann fliegen die Männchen von früh bis spät in ihrem Revier von einer Singwarte zur anderen
und lassen von jeder ein paar Dutzendmal ihr einfaches Ammerliedchen hören. Das Nest liegt
niedrig in Büschen oder am Boden unter dichter Vegetation, oft auch in Dornbüschen, wo kein Feind eindringen kann.
Brutzeit zweite Maihälfte und Juni, Brutdauer um 14 Tage, Eizahl 4 bis 5. In der zweiten Julihälfte werden die Jungen flügge.
Im Herbst sammeln sich die Kappenammern zu großen Flügen auf Brachäckern.
Bei der Kappenammer geht das Männchen im Juni bis Juli durch eine Brut-Teilmauser und sieht danach dem Weibchen sehr ähnlich, dann folgt erst im November bis Dezember eine Vollmauser, die das Brutkleid wieder herstellt, aber zunächst
dessen leuchtende Farben noch durch helle Federsäume verdeckt. Während des Winters werden diese Federsäume abgenutzt.
Nahrung
Insekten und Sämereien.