Kommune Berlevåg: Sehenswertes - Natur
 

  • Kongsfjordstrømmen   *

    Anfahrt: Rv 890 ( dann Wanderung )

    Nord-Blick auf den Straumen Der Straumen ist der südlichste Teil des breiten Kongsfjorden und erstreckt sich etwa 6,5 Kilometer lang in südwestlicher Richtung. Am Ende des Straumen teilt sich der Fjordarm in den Vesterbotn im Norden und den Austerbotn im Süden. Getrennt werden die beiden Ausläufer durch die 61 m hohe Halbinsel Grønneset. Durch eine etwa 250 m breite Meerenge presst sich bei Flut das Meerwasser in das Becken und versucht bei Ebbe wieder abzufließen. An der Meerenge entsteht dabei eine starke Strömung. Im Prinzip kommt hier derselbe Effekt zum Tragen wie am berühmten Saltstraumen bei Bodø. Nur, dass dort die bewegte Wassermenge erheblich größer ist.

    Naturlich werden bei Flut viele Fische in das Becken transportiert und durch die entstehende Strömung bei Ebbe wieder ins Meer zurückgetrieben. Daher ist die Meerenge ein guter Angelplatz. Hinzu kommt noch, dass der bekannte Lachsfluss Kongsfjordelva in den Austerbotn mündet und aus diesem Grund auch die Lachse auf ihrer Wanderung zum Laichfluss durch den Straumen müssen.

    Das Ostufer des Beckens wird im Süden durch den 358 m hohen Sæterdalsfjella und daran anschließend durch den 359 m hohen Straumstind begrenzt. Südlich der östlichen Landzunge, die sich weit in den Fjord zieht, ist der 164 m hohe Storneshaugen dem Steilhang des 360 m hohen Bergrückens vorgelagert. Am westlichen Ufer sind die Erhebungen bedeutend flacher. Die Hügel erreichen hier nur ein Höhe von 127 Metern. Von dieser Seite kann auch die schmale Meerenge Straumsnesa entlang der Storsteinbukta erreicht werden. Die beiden Landzungen, die den Straumen vom Kongsfjorden trennen, sind sehr flach und erreichen nur eine Höhe von etwa 6 Metern. Im Südwesten des Straumen liegen vier kleinere Inseln. Løkholmen, die größte der vier, erhebt sich etwa 12 Meter über den Wasserspiegel. Nordöstlich dieser Insel erreicht der Straumen mit 52 Metern seine tiefste Stelle. Ein Teil des Areals am Straumen ist Naturschutzgebiet.

  • Kongsøya   *

    Anfahrt: Rv 890

    Etwa 5 Kilometer östlich von Kongsfjord liegt im gleichnmaigen Fjord die mit Gras bewachsene Vogelinsel Kongsøy. Auf ihr nisten an den steilen Klippen vorwiegend Dreizehenmöwen, aber auch andere Vogelarten wie Kormorane, Krähenscharben und Heringsmöwen. Wer Glück hat, kann die Skuas - arktische Raubmöwen - beobachten, wie sie anderen Vögeln das Fressen abjagen. Die mit 99 Metern höchste Erhebung liegt fast mittig auf dem nur 1,2 Kilometer langen Inselchen. Nach Westen hin verjüngt sich die Insel zu einer spitzen flachen Landzunge. Am Nordufer befindet sich das einzige Gebäude der Insel, eine kleine Holzhütte. Von der Halbinsel Veines hat man einen schönen Blick auf Kongsøya. In nächster Nachbarschaft liegt nördlich von Kongsøya die Insel Helløy und einen Kilometer östlich die kleinere Insel Skarvholmen. Beide Inseln besitzen kaum Vegetation und werden ebenfalls von einigen Seevogelarten als Brutgebiet genutzt. Alle drei Inseln samt 20,5 Hektar Wasserfläche um die Inseln herum sind seit 1983 als Naturreservat ausgewiesen. Zeitweise sind diese Gewässer auch eine Sicherungszone für Lachse.

    Die Insel ist nicht für Publikumsverkehr vorgesehen. Wer sie dennoch außerhalb der Schutzzeiten besuchen möchte, sollte sich an die Touristinfo in Berlevåg wenden.

  • Sandfjorden   

    Anfahrt: Rv 890

    Der Gipfel des Tanahorn Nach der Landspitze Nålneset verläuft der Rv 890 durch die Schlucht Kvalvikeidet, die durch das Middagsfjellet und dem 184 m hohen Skipsmålfjellet begrenzt wird. Die Straße erreicht hier mit 84 Metern den höchsten Punkt des Ishavsveien ( Eismeerstraße ). Nach der Schlucht fällt der Blick auf einen der schönsten Abschnitte des Rv 890, die weite Bucht Sandfjorden mit einem herrlichen Sandstrand und überragt von dem Bergrücken des 288 m hohen Sandfjordfjellet. Die Hänge dieses Bergrückens sind gekennzeichnet durch fächerförmige Steinlawinen. Hinter dem weiten Sandstrand erheben sich ein paar kleinere Sanddünen. Aufgrund der besonderen Küstenvegetation ist die Bucht als Landschaftschutzgebiet ausgewiesen. Das bedeutet, dass motorisierter Verkehr und Camping verboten sind. Sandfjorden liegt etwa 13 Kilometer südlich von dem Verwaltungsort Berlevåg.

    Westlich des Rv 890, der die Bucht in einer weiten Rechtskurve umfährt, liegt eine weite Senke mit einem kleinen See, der vom Sandfjordelva gespeist wird. Am Ende der Bucht, dort wo die Straße den 90°-Knick nach Nordosten macht, beginnt ein markierter Wanderweg, der am Westufer des Sees vorbeiführt und dann immer stetig ansteigend bei einer 280 m hoch gelegenen Hütte im einsamen Hinterland der Varanger-Halbinsel endet. Die Wanderung ist etwa 5 Kilometer lang und in eineinhalb bis zwei Stunden zu schaffen.

  • Tanahorn   *

    Anfahrt: Kv 2 ( dann Wanderung ) / Rv 890 ( Abstecher 8 km, dann Wanderung )

    Der Gipfel des Tanahorn Der 266 m hohe Tanahorn, der sich 9 Kilometer westlich vom Fischerort Berlevåg über der Eismeerküste erhebt, vermittelt dem Wanderer beinahe ein "Nordkapp"-Gefühl. Obwohl noch 40 Meter an der Höhe zum Nordkapp fehlen, bekommt man hier leichter Schwindelgefühle, da hier kein riesiges Plateau vorhanden ist, sondern nur eine winzige Gipfelfläche, die nach Westen und Osten durch steil abfallende Hänge begrenzt wird.

    Der Berg war früher eine samische Opferstätte und an der Steilküste unterhalb des Gipfels nisteten Dreizehenmöwen und andere Seevögelarten. Für den, der sich den Nordkapp-Rummel ersparen will, ist dieser Berg ein würdiger Ersatz. Von ihm bietet sich ein herrlicher, freier Blick auf die Mitternachtssonne. Und das Wichtigste ist, dass man meist mit großer Wahrscheinlichkeit die Stimmung einer solchen Nacht alleine genießen kann.

    Eine Beschreibung der Wanderung zum Tanahorn findest du unter Kommune Berlevåg: Aktivitäten.
    Eine Photogalerie zur Wanderung findest du unter Berlevåg: Tanahorn-Besteigung.

  • Veines-Halbinsel / Ris´sacilanjarga   

    Anfahrt: Rv 890 ( Abstecher über Kv 17 0,3 km )

    Im Osten der Veines-Halbinsel Die Veines-Halbinsel ( auf samisch Ris´sacilanjarga ) glänzt mit einer rauhen und faszinierenden Küstenlandschaft. Vom Ort Veines führen mehrere Pfade zur deutschen Küstenfestung aus dem Zweiten Weltkrieg, die im westlichen Teil der Halbinsel auf dem Gipfelplateau errichtet wurde. Wer seine Stoßdämpfer nicht leiden kann, hat die Möglichkeit bis an die deutschen Stellungen zu fahren - für Gespanne und große Wohnmobile ist dies nicht zu empfehlen. Die Halbinsel ist durch die schmale Landzunge Veineshalsen mit dem Festland verbunden. Über diese verläuft der Kv 17, der die idyllische Ortschaft Veines mit dem Rv 890 verbindet. Veines mit seinen Dutzend bunten Häuschen liegt im äußersten Westen der Halbinsel am Ende eines weiten Sandstrandes. Gegen das Eismeer wird der Ort durch die drei höchsten Erhebungen der Halbinsel, den 79 m hohen Vesterhaugen, den 68 m hohen Midterhaugen und im Süden durch den 83 m hohen Storhaugen geschützt. Dessen Ost- und Südhang fällt sehr steil zum Kongsfjorden ab. Die 2,7 km lange Halbinsel ist im Westen 1,1 Kilometer breit und verjüngt sich gegen Osten hin, wo das Gelände flacher wird. Hier befindet sich eine interessante, mit Felsformationen durchzogene Senke. Diese zwei Felsbänder, die an verfallene, von Menschen der Vorzeit errichtete Mauern erinnern, ziehen sich von West nach Ost über die Niederung. Hier trifft man im Sommer häufig auf Rentiere. Auch für die Bewohner von Kongsfjord oder Veines ist diese Senke, die sich im Norden zum Risfjorden hin öffnet ein beliebter Picknickplatz. Davon zeugen Reste von Lagerfeuern, die mit Treibholz in Gang gehalten wurden. Ein paar dicke Stämme drumherum dienen als Sitzgelegenheit.
    Im Süden wird die Niederung durch einen etwa 30 m hohen Felsrücken begrenzt. Auf diesem befindet sich ein Leuchtfeuer, das bei schlechtem Wetter die Fischer vor den felsigen Klippen, die der Halbinsel vorgelagert sind, warnen soll. Zum Leuchtfeuer muss mittels einer Leiter eine etwa 5 m hohe Felswand überwunden werden. Das Türmchen steht so nah am Abhang, dass ein Umschreiten auf der Brüstung zu leichten Schwindelgefühlen führen kann, obwohl es nur etwa 23 Meter tief hinab geht. Interessante Felsstrukturen sind nicht nur unterhalb des Leuchtfeuers, sondern auch auf dem gesamten Weg über die Halbinsel zu bewundern. Für Geologen bestimmt eine spannende Region.

    Von den Hügeln im Westen der Halbinsel bietet sich ein schöner Ostblick auf die Vogelinseln Helløy, Kongsøy und Skarvholmen im Kongsfjorden und ein Nordblick auf die Inseln Rundholmen und Grøtøy im Risfjorden.

    Eine Beschreibung der Wanderung über die Veines-Halbinsel findest du unter Kommune Berlevåg: Aktivitäten.
    Eine Photogalerie zur Veines-Halbinsel findest du unter Berlevåg: Veines-Halbinsel.

 

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©2003 by Otto and Mechtild Reuber

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